aMonika Kruse @ springfestival graz 2019

Monika Kruse

Sie ist eine der beständigsten Künstlerinnen des Techno. Bereits Anfang der 90er prägte Monika Kruse die revolutionäre Entwicklung der europäischen Clubkultur entscheidend mit. Im Juni ist sie einer der heißesten Acts am springfestival.

Monika Kruses Geschichte liest sich wie ein fesselnder Roman, der ein Vierteljahrhundert Technokultur beschreibt. Bereits Anfang der 90er Jahre organisierte sie Raves in verlassenen Bunkern in München. Ihr legendäres Label, Terminal M, spielte dabei eine entscheidende Rolle und dokumentiert bereits seit 17 Jahren diese kulturelle Bewegung musikalisch. So veröffentlichten dort unter anderem Veteranen wie DJ Rush aber auch junge Stars wie Stimming und Andhim. Neben ihrer frühen Rolle in der aufkeimenden Münchner Rave Szene der 90er Jahre hat Monika Kruse mit ihrer legendäre Residency im berühmt berüchtigten Ultraschall Musikgeschichte geschrieben. Dort spielte sie unter anderem neben DJ Hell und Tobi Neumann. Sie gehörte zu den ersten deutschen Techno-Künstlern, die international tourten. So residierte sie zusammen mit Carl Cox beim Global Gathering in Großbritannien, im Limelight in New York zusammen mit DJ Pierre sowie Ende der 90er Jahre im legendären belgischen Fuse Nightclub. Auf heimischem Boden wurde Monika regelmäßig an der Seite von Sven Väth im Omen gesehen.

Mehr als Musik: DJs Gegen Rechts

Im Jahr 2000 gründete Monika Kruse die Organisation No Historical Backspin, die sich für Menschen stark macht, die Opfer von Rassismus, Homophobie, Antisemitismus und Anti-Immigranten-Angriffen wurden. Auslöser für sie waren damals vermehrte Übergriffe auf Asylsuchende sowie Attacken auf homosexuelle bzw. Menschen anderer Hautfarbe, die sie privat betrafen. Sie wollte mit „No Historical Backspin“ einen Gegenpol darstellen und gleichzeitig Gelder für die Opfer von Anschlägen sammeln. Bis heute spielten über 100 namenhafte DJs bei den Partys umsonst und traten so gegen Fremdenfeindlichkeit und Homophobie auf. So konnten über 100.000 Euro an die Amadeu Antonio Stiftung spenden, die sich um die Opfer von fremdenfeindlichen Anschlägen kümmert.

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